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Rechtliche Aspekte im Wundmanagement
Die Altenpflegerin Frau A. mobilisiert ihre Pflegebedürftige Frau M. immer alleine. Das führt dazu, dass Frau M. wiederholt stürzt. Trotz eingehender Beschwerde setzt die Pflegekraft die alleinige Durchführung fort. Ein weiterer Sturz führt zu einer Kopfverletzung, woran die Pflegebedürftige nach 9 Wochen auf der Intensivstation stirbt. Die Krankenkasse klagt nun und fordert die Behandlungskosten zurück. Die finanzielle Haftung wurde auf die Mitarbeiterin übertragen, da sie sich nicht an die Anordnung zur Sicherheit des Pflegebedürftigen hielt.

Solche Fälle sind aber kein Alltag, denn die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in Ihrem Beruf einen Rechtsfall erfahren, liegt bei 0,000000484210526%. Dennoch ist ein umfassendes Rechtsgrundlagenwissen wichtig, um bedacht und sorgfältig zu arbeiten.

Gerhard Schröder, Mitglied der Akademie für Wundversorgung und Mitglied des DNQP, erläutert Ihnen anhand von Rechtsfällen aus dem Wundmanagement, wie wichtig die Dokumentation und der angemessene Umgang mit Anforderungen vom Arzt ist. Abschließend geht er auf die Delegation (Abordnung) und Substitution (Ersatz) ein.

Lerninhalte:
  • Rechtsfälle aus dem Wundmanagement
    • Wie läuft eine gerichtliche Klage ab?
    • Zivil- und Strafrecht
    • Fallbeispiele aus der Praxis
  • Dokumentation
  • Remonstrationspflicht
  • Delegation
    • Wer bekommt die Tätigkeit bezahlt?
    • Wer haftet, wenn Fehler passieren?
    • Welche Rolle spielt die Qualifikation bei rechtlichen Problemen?
    • Wie sieht der Patient das?
  • Substitution
Referent
Gerhard Schröder
Gerhard Schröder gehört zu den renommiertesten Wundexperten Deutschlands. Vor 20 Jahren gründete er die Akademie für Wundversorgung, die er bis heute als Direktor leitet und in der er als Dozent Bildungsmaßnahmen »von Experten für Experten« anbietet. Gerhard Schröder ist Gründungsmitglied der ICW (Initiative Chronische Wunden) sowie Mitglied im Beirat der Initiative Chronische Wunden e.V. und in der Expertengruppe der ICW.

Im Jahr 2004 hat er das erste ICW-Curriculum ins Leben gerufen und mitentwickelt. Seit vielen Jahren führt er Qualifizierungen zum »Pflegeexperten Dekubitus« und zum »Pflegeexperten chronische Wunden« durch. Seine Konzepte sind so erfolgreich, dass sie auch mit Anerkennung durch das österreichische Krankenpflegegesetz in Wien zugelassen sind.
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